1997-1998
Künstlerische Idee und Umsetzung
Es ist wichtig, daß sich die Studierenden - junge Menschen und Hauptnutzer des Gebäudes - bewußt oder unbewußt in den gestalterischen Elementen wiederfinden.
Die sachliche Architektur des Baukörpers provoziert einen hemmungslose, bunte, phantasievolle "Kunst - Antwort" als Gegensatz, Ergänzung und Vollendung. Die Kunst akzeptiert die gebotenen Flächen, verfremdet sie jedoch. Sie läßt in ihrer Gesamtheit einen lebendigen Kern entstehen. Die physische Wahrnehmbarkeit beschränkt sich indes auf die einzelnen Etagen des Gebäudes. So erschließt sich der Betrachter Segmente des Ganzen streifenweise, ohne diese untereinander in direkte Verbindung zu bringen. Die architektonischen Voraussetzungen bedingen also vorliegende mosaikartige Behandlung des Kunst - Themas. Streifen ermöglichen Einzelbilder und Bildfolgen.
Vier Seiten - vier Grundfarben, die Raumgitter und architektonisches Konzept hervorheben.
Autos - Raketen - elektrische Spulen - Flugzeuge - ... - als Fragmente der technischen Revolution, Splitter, die sich ungeordnet zusammenfügen und entwickeln lassen, expressiv und bunt und klar in den Darstellungen; Vordergründigkeit, die zu vielschichtigen Gedankenspielen anregt und Atmosphäre geistiger Produktivität"t und Beweglichkeit erzeugt.
Die Wandgestaltung wird vom Vorschlag zu einem Leitsystem ergänzt, welcher über die Unpersönlichkeit des Durchschnittspictogrammes hinaus, Emotionen des Betrachters anspricht, in dem der Mensch in seiner lebendigen Komik dargestellt wird. Trotzdem weisen die Zeichen logisch auf Inhalte hin. Herkömmlichen Pictogrammen entgegen fügen sie sich jedoch in das Gesamt - Kunstkonzept ein.
Der Vorschlag greift nicht in das materialtechnische Konzeptes des Architektenteams ein. Der Grundcharakter bleibt erhalten.
Die Ausfachung des Betonraumgitters sollte 15cm zurückgesetzt, und mit einem speziellen Reibeputz versehen werden. Durch die angerauhte Oberflache entsteht zusatzliche Tiefenwirkung. Die mit Acrylfarbe und Autolack bestrichenen Flächen sind abwaschbar und besonders pflegeleicht.
Einige Elemente, wie zum Beispiel "Plus" und "Minus" oder verschiedenen andere Teile werden aus gestanzten Aluminium - Blechen ausgeschnitten und mit Dübeln an der Wand befestigt.
Dadurch wird die Plastizität der Bilder unterstützt. Diese Alubleche werden ebenso wie die Jalousien vor den Fenstern und den schallschluckenden Wandelementen - Resonanzkörpern mit Autolack eingefärbt.
Das Leitsystem wird auf weißen Blechplatten im Siebdruckverfahren hergestellt.
Die Symbole, die neben der Tür befestigt werden, haben die Maße 1,50 x 1,50.
Arbeitsfolge
Der Putz und die zu bemalenden Betonelemente werden mit Einlaßgrund flächendeckend gestrichen. Darauf wird ein Acrylfassadenanstrich wie folgt aufgebracht: Ostseite des Kubus: WEISS; Südseite: GRÜN; Nordseite: GELB und Westseite: ORANGE.
Anschließend werden die einzelnen 6 x 3m großen Felder ebenfalls mit Acrylfassadenfarbe grundiert und die einzelnen Motive in Form von schwarzen Linien angelegt. Die umzeichneten Formen werden dann ausgemalt. REALISIERUNG Für die Realisierung des Gesamtkunstwerkes werden 3 Monate plus/ minus 10 Tage benötigt.
Während der Grundierungsarbeiten und anderen flächenfüllenden Facharbeiten wirken Hilfskräfte mit.
Materialien gestanzte Aluminiumbleche, Acrylfarbe, Acrylfassadenfarbe, Einlaßgrund, Schrauben, Dübel, Werkzeuge zum Befestigen der Bleche
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